"Mensch sein heisst immer auch anders sein zu können!"

Viktor Frankl

 

Selfempowerment – Vertrauen in die eigene (Wirk-)Kraft!

(von Dennis Heydrich, 02.09.2016)

„Eigentlich würde ich gerne anders leben, aber was kann ich schon ändern…?“  Viele Menschen fühlen in der heutigen Zeit ein zunehmendes Gefühl der Entfremdung und des Fremdbestimmt-Seins im Job und der Familie. Sie fühlen sich machtlos und ohnmächtig angesichts mangelnder persönlicher Perspektiven und der vielfältigen Zahl globaler Krisen und Veränderungen. Hinzu kommen vielleicht noch Prägungen und Erfahrungen von Hilflosigkeit aus der persönlichen Lebensgeschichte.
Als Resultat kann es zu einer inneren „Trance“ kommen, eine Verengung der eigenen Wahrnehmung, die einhergeht mit einem gefühlten Verlust von innerer Stärke und Kontakt zu dem Teil in sich, der die Macht hat (Lebens-)Situationen und das eigene Umfeld aktiv zu gestalten oder daran mitzuwirken.

Der Begriff „Selfempowerment“ bedeutet wörtlich übersetzt „Selbstermächtigung“. Er bezeichnet einen Zustand in dem wir wieder mehr in Kontakt kommen mit unserer eigenen Wirkkraft und der natürlichen Fähigkeit das eigene Leben, Beziehungen und die Umwelt kreativ zu gestalten. Manchmal wird er auch mit „Selbstwirksamkeit“ übersetzt, denn: Macht hat mit machen zu tun! Anstatt sich in den persönlichen und kollektiven Trancen von Ohnmacht und Hilflosigkeit zu verlieren, nehmen wir unser Leben selbst in die Hand und tun das, was getan werden kann, im Rahmen unserer Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Was es dafür in einem ersten Schritt braucht, ist uns der Ohnmachts-Trance(n) bewusst zu werden und, mittels achtsamer Erforschung dieser, die Erfahrung zu machen wie es ist, wenn wir sie aktiv verlassen. Dies wird uns daran erinnern, dass wir im Grunde unseres Wesens mehr sind als wir zu sein scheinen und wir erkennen, wie sehr wir manchmal selber die sind, die uns im Weg stehen. Deshalb ist es wichtig uns selbst in unseren Verhinderungs- und Selbstsabotagemechanismen gut zu kennen, damit wir über sie hinausgehen und uns für neue Möglichkeiten öffnen können.

Das Verständnis von einer "vertikalen" Bezogenheit kann uns dabei eine große Unterstützung sein. Eine Bezogenheit, die uns verbindet mit einem größeren (Sinn-)Zusammenhang und einem Eingebettet-Sein in den umfassenderen Kontext unserer Werte, Beziehungen und Umwelt.
Im Essenziellen Lebens-Coaching verbinden wir dabei sowohl die Arbeit mit den persönlichen Trancen und Engepunkten, als auch das aktive Einüben und Erforschen unserer Verbindung zum Größeren und unseren tieferen Werten. Denn darin finden wir eine neue Lebendigkeit, ein starkes Gefühl von Vitalität, dass uns tragen und führen kann in Mitten des Lebens.

 

Dennis Heydrich ist Therapeut, Coach, Seminar- und Kursleiter in Hannover-List. Er ist Inhaber einer Praxis für körperorientierte Psychotherapie und Coaching und gibt Workshops und Seminare mit den Schwerpunkten Resilienz, Achtsamkeit und essenzielle Entwicklung (www.dennis-heydrich.de)

Zurück zur Blogübersicht