Ressourcen - Verbinde Dich mit deinen Kraftquellen

(von Dennis Heydrich, 01.09.2018)

 

Wir Menschen brauchen Kraftquellen, die uns nähern und stärken und die uns helfen mit den Herausforderungen und Hürden des Alltags angemessen umzugehen. Das woraus wir diese Energie schöpfen sind unsere Ressourcen, die sich in der Regel gut und unterstützend anfühlen. Dabei kann alles eine Ressource sein, solange Du sie als eine solche empfindest: z.B. Motivation, Ziele, Überzeugungen, Werte, Wissen, Fähigkeiten, usw. sowie physische Merkmale, als auch finanzielle Möglichkeiten oder zwischenmenschliche Beziehungen. Es werden allgemein innere von äußeren Ressourcen unterschieden und häufig sind wir uns der Fülle unserer Kraftquellen gar nicht so bewusst.

 

Kraftquellen machen Dich widerstandsfähiger

 

Des Weiteren können wir Ressourcen unterscheiden die wir „Mitbekommen“ und nicht persönlich erworben haben, wie z.B. Erziehung, Erbschaften, Talente, angeborene Merkmale wie Aussehen, usw., von Ressourcen, die trainierbar sind und die dementsprechend durch unser Tun und Handeln beeinflussbar sind. In der Resilienz-Forschung geht man z.B. der Frage nach was Menschen befähigt mit Krisen und Stress umzugehen und warum es manchen Menschen besser gelingt Trauma zu verarbeiten als anderen. Der Begriff Resilienz beschreibt dabei die Widerstandsfähigkeit von Menschen, Gruppen und Gesellschaften. Der Aufbau, die Pflege und Kultivierung von nachhaltigen Ressourcen stellt einen wesentlichen Aspekt einer gesunden und widerstandsfähigen Lebensführung dar. Dies zahlt sich insbesondere dann aus, wenn wir im Leben auch mal durch eine schwierige Phase oder Krise gehen müssen.

 

Schaffe Dir gute Gewohnheiten

 

Das Ressourcen aufgebaut und erlernt werden können bestätigen auch Erkenntnisse aus der modernen Neurophysiologie und Gehirnforschung. Umso häufiger wir eine Fähigkeit ausüben und anwenden, desto stärker werden die damit verbundenen Bereiche unseres Gehirns aktiviert und gebahnt. Gute Gefühle sind somit kein Zufall, sondern auch eine Folge richtiger Haltungen und Handlungen. Wiederholung und Gewohnheit sind dabei wichtige Faktoren um das Gehirn neu zu „verdrahten“. Denn das Gehirn verstärkt seine neuronalen Aktivitäten in den Bereichen, die gut genutzt sind und baut diejenigen ab, die wenig in Anspruch genommen werden („Use it, or loose it“). Demnach verstärken wir unsere Fähigkeit kräftigende und unterstützende Erfahrungen zu machen, indem wir uns bewusst positive Situationen und Gewohnheiten schaffen, die es möglich machen diese Ressourcen tiefer in unserem Bewusstsein zu verankern.

 

Achtsamkeit + Körperspüren = Super-Ressource

 

Achtsamkeitspraxis stellt eine kraftvolle und wirksame Möglichkeit dar, Dir neue Kraftquellen zu erschließen und dadurch zu kultivieren, dass Du Dich wiederholt mit Ihnen verbindest. Insbesondere in Kombination mit einer weiteren sehr wesentlichen Ressource in unserem Leben: unserem Körper. Denn das Spüren unseres Körpers ist ein ganz natürlicher Weg uns unser selbst ganz gewahr zu bleiben und mit unserer Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment zu sein. Indem wir uns achtsam mit unserem Körper verbinden, bleiben wir in Kontakt mit dem Hier und Jetzt, und da unser Körper jederzeit anwesend ist können wir auch jederzeit wieder darauf zugreifen.

 

Dennis Heydrich ist Körperpsychotherapeut, Achtsamkeits- und Bewusstseinstrainer und Tai Chi & Qi Gong Lehrer. Er ist Inhaber einer Praxis für körperorientierte Psychotherapie und essenzielles LebensCoaching und gibt Kurse und Trainings mit den Schwerpunkten Achtsamkeit, Resilienz und Selbstermächtigung. Des Weiteren ist er Mit-Initiator und Mitglied im Stiftungsrat der FutureNow Network Foundation (FNNF) und engagiert sich in dem Öko-Retreat Siedlungsprojekt Vale de Agua im Süden Portugals.