"Das größte Geschenk, das wir uns machen können, ist unsere ungeteilte Aufmerksamkeit"

 

Resilienz – Mittels Achtsamkeit die eigenen Widerstandskräfte stärken

(von Dennis Heydrich, 13.4.2015)

Der Begriff „Resilienz“ meint die Fähigkeit von Menschen oder Organisationen auch in schwierigen und belastenden Zeiten mit von innen oder außen kommenden Irritationen umzugehen, ohne zu kollabieren. Er beinhaltet Eigenschaften wie Widerstandskraft, Belastungsfähigkeit und Flexibilität und wie diese nachhaltig gefördert und gestärkt werden können.

Gerade im Zusammenhang mit Burnout und der erhöhten Belastung durch vielfältige Stressfaktoren im Alltag erhält die Kompetenz einer „resilienteren“ Lebensführung eine immer wesentlichere Bedeutung, sowohl in der Geschäftswelt, als auch in der Gesundheitsvorsorge und Therapie.

Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusammenhang die Fähigkeit zum Innehalten, um dadurch einen gewissen inneren Abstand zum emotionalen oder gedanklichen Erleben einnehmen zu können. Durch Achtsamkeitsübungen lässt sich diese Fähigkeit üben und entwickeln. Wir erfahren Gedanken und Gefühle, sind aber mit Ihnen nicht unauflöslich verstrickt, was uns ermöglicht auch in emotional herausfordernden Situationen nicht von diesen überwältigt zu werden, sondern reflektions- und handlungsfähig zu bleiben.

Um unmittelbar einen konkreten Geschmack davon zu bekommen, beschreibe ich im Folgenden eine im Alltag leicht anwendbare, kleine Achtsamkeitsübung, die jederzeit im Büro, Zuhause oder an der Bushaltestelle durchführbar ist, um so zu sagen wie nebenbei den „Achtsamkeits-Muskel“ zu trainieren und wachsen zu lassen.

 

5-Schritte-Atempräsenz Übung

Zeitaufwand: mind. 3 Minuten, aber auch länger

1. Nehmen Sie sich bewusst vor innezuhalten und aus dem Alltagsbewusstsein auszusteigen, sitzen oder stehen sie bequem und schließen Sie die Augen

2. Spüren Sie den Kontakt Ihres Körpers zum Boden und nehmen sie wahr wie sich Ihr Körper im gegenwärtigen Moment anfühlt

3. Sammeln Sie Ihre Aufmerksamkeit beim Atem, nehmen Sie den Unterschied wahr zwischen Ein- und Ausatem

4. Spüren Sie, wie Sie mit dem Einatem wach und präsent sind, während sie mit dem Ausatem loslassen, bleiben sie einige Momente beim Beobachten dieses Atemrhythmus

5. Weiten Sie dann Ihre Aufmerksamkeit in den Raum um Sie herum und lassen Sie die Augen sich langsam wieder öffnen

 

Dennis Heydrich ist Therapeut, Coach und Tai Chi & Qi Gong Lehrer in Hannover-List. Er ist Inhaber einer Praxis für körperorientierte Psychotherapie und Coaching und gibt Workshops und Seminare mit den Schwerpunkten Resilienz, Achtsamkeit und persönliches Wachstum (www.dennis-heydrich.de)

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